Übersetzung eines Textes in "The Gazette", Colorado Springs, vom 24 Jan 2002 von packstyle.de (ohne Gewähr). In eckigen Klammern: Anmerkungen des Übersetzers Quelle: http://www.gazette.com/stories/0124spts3b.php?section=4 ----------------------------------------------------------------------- Warten auf die Entscheidung =========================== Die Verhandlung zur Shorttrack-Fehde schleppt sich durch den zweiten Tag Von Meri-Jo Borzilleri, The Gazette Das Eislauf-Schlichtungsverfahren im Olympic Training Center schleppte sich am Mittwoch durch seinen zweiten vollen Tag, wobei der Olympiateilnehmer von 1998, Tommy O'Hare, als Zeuge bis in die Nacht hinein vernommen wurde. Es wird erwartet, dass das Verfahren heute [Donnerstag] zum Abschluss kommt. Gegen 19 Uhr war O'Hares Standpunkt endlich vollständig angehört, sagte Steve Smith, der US Speedskating [als Anwalt] vertritt. Sieben oder acht Zeugen haben ihre Aussage zu den Vorwürfen gemacht, dass der schon im Voraus zu einem Star der bevorstehenden Winterspiele erklärte Apolo Ohno und sein Olympia-Teamkollege Rusty Smith den Ausgang eines Rennens während der US-Olympiaausscheidung im vorigen Monat heimlich abgesprochen haben, in folgedessen O'Hare seinen Platz im Team verlor. "Der größte Teil des Verfahrens liegt hinter uns", sagte Smith während einer Unterbrechung, kurz bevor die Beraung bis gegen Mitternacht forgesetzt wurde. "Wir kommen jetzt zu den Stellungnahmen der Beschuldigten." Ohno wurde ebenso wie Smith zu seiner Aussage erwartet. Vermittler James Holbrook (Salt Lake City) leitet das Verfahren, in welchem O'Hare (24) versucht, noch ins Olympiateam zu gelangen. Die Meldung des Aufgebots muß bis Montag beim Internationalen Olympischen Komittee vorliegen. O'Hare beharrt darauf, dass Ohno und Smith zusammengewirkt haben, um Shani Davis das [entscheidende] 1000-m-Finale gewinnen zu lassen und zugleich einen anderen Läufer [Biondo] zu blockieren, damit Smith noch einen olympischen Einzelstartplatz auf dieser Strecke bekommt. Die Auseinandersetzung hat drei Wochen vor den Winterspielen tiefe Gräben innerhalb der Mannschaft aufgerissen. Vorige Woche hat Smith O'Hare auf Verleumdung verklagt, nachdem seine Verschwörungsvorwürfe in einer Tageszeitung erschienen waren. Das Training in der "World Arena" wird zusätzlich dadurch belastet, dass es ein Mannschaftsmitglied wegen der Streitigkeiten bis zur vorigen Woche abgelehnt hat, mit der Mannschaft zu trainieren. Das Verfahren findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit und der Medien statt. Es ist jedoch durchgesickert, dass einige Zeugen, darunter der zum Nationalteam gehörende Chad Richards, ausgesagt haben, dass sie zufällig mit angehört haben, wie sich Ohno und Smith vor dem Rennen ausgemacht haben, Davis gewinnen zu lassen. Obwohl die Richtlinien der Vermittlung es ihm untersagten, irgendwelche Details auszuplaudern, sagte Ohnos Anwalt Chris Cipoletti, dass "einige erhebliche Widersprüche" in den Zeugenaussagen gewesen wären. Von fünf Zeugen wurden eidesstattliche Erklärungen abgegeben, und zwar von drei assistierenden Schiedsrichtern, dem Sprecher der Ausscheidungen sowie einem Bahnarbeiter, dass sie nichts gesehen oder gehört hätten, was eine Absprache des Rennens betrifft.