Anfrage zu den Shorttrack-Ausscheidungen soll durch einen unabhängigen Vermittler entscheiden werden -------------------------------------------------------------- Von speedskating.com Shorttracker Tom O'Hare hat in der Entscheidung über seinen Vorwurf, dass das letzte Rennen der US-Olympiaausscheidung vorbestimmt war und die in den Händen des Dachverbandes US Speedskating und des Nationalen olympischen Kommittees der USA liegt, die Einsetzung eines Vermittlers beantragt. Dieser Antrag wurde bereits am 8. Januar von O'Hare und seinem Rechtsanwalt gestellt und folgte seinem Protest, den er am 27. Dezember bei US Speedsakting sowie am 4. Januar beim US-NOK eingereicht hatte. O'Hare behauptet, dass sich Apolo Anton Ohno und Rusty Smith im 1000-m-Endlauf am 22. Dezember verschworen hatten. Ohno sollte Ron Biondo von Smith fernhalten, damit Smith vor Biondo einläuft und sich die Qualifikation für das olympische Einzelrennen sichert. Smith sollte hingegen Ohnos Freund Shani Davis gewinnen lassen, der nur auf diese Weise noch ins Olympiateam rücken konnte. Sowohl Ohno als auch Smith erklärten nach dem Rennen ihr passives Verhalten damit, dass sie aufgrund der Rennsituation mit sicherer Qualifikation kein Risiko einer Verletzung mehr eingehen wollten. Beide bestritten jede Art von Verschwörung. O'Hare selbst war nicht für das 1000-m-Finale qualifiziert, und als Davis das Rennen gewann, verschlechterte er sich in der Gesamtwertung um einen Platz und fiel damit aus dem Olympiateam. Bis gestern, dem für eine Anhörung geplanten Tag, wurde kein Vermittler benannt. Jedoch muß das bald geschehen, denn bis spätestens 28. Januar müssen die Teams für die Olympischen Winterspiele in Salt Lake City definitv gemeldet werden. Alle Beteiligten werden die Möglichkeit haben ihre Auffassung vor dem Vermittler darzustellen, der dann die abschließende Entscheidung fällt, ob O'Hares Behauptungen zutreffend sind oder nicht. Allerdings liegt die Last auf O'Hare, seine Vorwürfe zu beweisen. Die "Salt Lake Tribune" berichtete gestern, dass O'Hares Rechtsanwalt Kevin Duff gesagt hat, dass sie "glaubwürdige Beweise" zusammengetragen hätten um ihre Behauptungen zu unterlegen. Hingegen sagte Steve Smith, der von US Speedskating zur Untersuchung der Angelegenheit beauftragte Anwalt, dass Diff bisher noch kein Teil solcher Beweise vorlegen konnte. Sollten die Behauptungen nachgewiesen werden, entscheidet der Vermittler auch, was dann geschehen soll, was jedoch nicht notwendigerweise das sein muß, was O'Hare und seine Rechtsanwälte fordern. Demnach sollte O'Hare für das Olympiateam nominiert werden und sowohl Ohno als auch Smith wegen Verletzung des Ehrendkodex des Olympischen Komittees der USA aus dem Team ausgeschlossen werden. ----------------------------------------------------------------------------- Übersetzung eines Beitrags von speedskating.com vom 12. Januar 2001 Keine Garantie für diese Übersetzung. Quelle des Originaltextes: http://www.speedskating.com/ar/show.rp?id=100519